25.01.2019 Endspurt ins Wochenende

Freitagmorgen: Cesar muss noch mal zur Arbeit, so kann ich schon mal die Fotos und Daten der Patenkinder sortieren. Es waren leider nur 47 Patenkinder beim Treffen. Das ist natürlich auch darin begründet, dass es zum Teil sehr weite Strecken vom Wohn-/ Aufenthaltsort der Kinder bis nach Piéla sind. Vielleicht kommt das ein oder andere Kind noch bei uns vorbei oder wir treffen es irgendwo bei unseren Aktivitäten. Wir hatten uns für heute einige Besuche vorgenommen. So ging es vor Mittag noch in die beiden Schulinspektionen von Piéla, in einer davon arbeitet César. Wir erklärten den Leitern der Inspektionen sehr detailliert, was wir so machen und wie wir die Schulen unterstützen. Besonders bei Césars Inspektion fand ich das schon etwas befremdlich, da wir seinen Chef vorher schon 2 Mal getroffen haben. Trotzdem wurden wir uns so vorgestellt, als würden wir uns das erste Mal überhaupt sehen. Na ja, das ist halt Kultur J, meins ist das nicht. Dagegen ist britischer Smalltalk noch echt sinnvoll. Ich kenne es und wundere mich nicht mehr so sehr wie bei den ersten Besuchen. Danach ging es noch in eine Schule, die wir aus den Mitteln der Partnerschule bei einem noch zu definierenden Kleinprojekt unterstützen werden. Eigentlich wollten wir gegen 15:00 Uhr weitermachen, ein Anruf des Bürgermeisters änderte jedoch diesen Plan: Er sei in Piéla und warte in Bistro auf uns. Somit gab es über Mittag ein „Arbeitstreffen“ mit 1,3 Litern Bier. Wir konnten uns nur kurz mit Daniel abstimmen, da ein Bürgermeister immer sehr gefragt ist, wenn er in einem Bistro sitzt. Um 15:00 fuhr er wieder nach Ouagadougou, wo wir uns nächste Woche auf jeden Fall noch einmal sehen, um den Vertrag mit dem Ministerium hoffentlich fertig zu machen. Wir fuhren direkt nach dem Treffen zum Präfekten von Piéla, dem Verwaltungschef der Gemeinde. Der Bürgermeister arbeitet ehrenamtlich. Anschließend noch in die neue Partnerschule, die Grundschule École Catholique.
Hier wurde die Möglichkeit einer Partnerschaft mit einer Schule in Deutschland positiv aufgenommen. Natürlich. Wir wurden durch alle 6 Klassen geführt, von denen jede zwischen 65 und 85 Schüler hat. In der 2. Klasse trafen wir auf Arthur, den Sohn von César. Wendy geht mit ihren 9 Jahren schon in die 5. Klasse. Sie ist ein sehr intelligentes Mädchen und wird bestimmt ihren Weg machen.
Um 18:00 Uhr, pünktlich zum Sonnenuntergang, ging unser Tag dann auch, was die Termine angeht, zu Ende. Zu Hause müssen 2 Hähnchen ihren Weg in die Küche antreten. Danach und fürs Wochenende stehen erst einmal keine Termine an. Da am Wochenende wieder die große Pilgermesse in Fada’N Gourma ist, werden viele Menschen dort sein und wir etwas Ruhe haben. Wir haben uns bewusst gegen den Besuch entschieden, da wir solch große Menschenmengen aus Sicherheitsgründen meiden möchten, und ich mir zudem vor 4 Jahren einen solchen Sonnenbrand geholt habe, dass Wendy, wenn sie über mich gesprochen hat, nicht mehr von dem Weißen, sondern von dem Roten sprach.
Ich werde am Wochenende keinen Beitrag schreiben und mich etwas erholen, bzw. versuchen, mit Cesar viele alltägliche Dinge zu besprechen. Falls es dazu etwas Spannendes geben sollte, werde ich euch daran teilhaben lassen.
Ich wünsche euch allen ein ruhiges und entspanntes Wochenende.
Morgen beginnt schon die letzte Woche, die Zeit ist geflogen.
Gruß
Uli

Sonnenutergang

École Catholique

Klasse 2 mit Arthur

Begrüßung

Daniel

Piéla E

Büro Cesar

24.01.2019 Sekouantou und Patenkinder

Mittwochmorgen fahren wir schon um halb 8 los, um die Grundschule in Sekouantou zu besuchen. Diese Schule ist die Partnerschule der Marienschule in Euskirchen. Mit Hilfe der Marienschule konnten wir in den letzten 15 Jahren schon sehr viele Projekte umsetzen: Brunnen, Schulbänke, Kantine, Eselskarren, Renovierung der Böden in den Klassen, Neubau einer 4 Klasse und vor 2 Jahren den Bau einer Bibliothek. Zusätzlich musste, leider viel zu oft, Hungerhilfe in Form von Nahrungsmitteln gewährt werden. Einige Klassen der Marienschule haben Patenschaften für Kinder übernommen und ermöglichen diesen den Besuch der Schule. Schulbesuch ist zwar Pflicht, muss aber bezahlt werden. Auch im letzten Jahr haben die Schüler bei den verschiedenen Aktivitäten sehr fleißig gesammelt. Beim Sponsorenlauf an der Steinbachtalsperre im Juli waren wir mit unseren Gästen aus Piéla sogar vor Ort.
In der Schule in Sekouantou wurden wir freudig begrüßt und bei einem Rundgang zeigte man uns alles: Der Schulgarten und der Brunnen waren gut intakt. Die Bibliothek ist mittlerweile zu einer weiteren Klasse umfunktioniert worden, in der 107 Kinder lernen! Und der Bedarf ist noch größer.
Bei der anschließenden Zusammenkunft mit Lehrern und Eltern wurde nach den freundlichen und langen Begrüßungen jedoch auch Klartext gesprochen. Es wurde der Wunsch an uns herangetragen, beim Bau einer weiteren Klasse zu helfen. Das ist verständlich. César forderte die Lehrer und Eltern, aber auch alle Bewohner des Ortes auf, beim Bau zu helfen. Getreu unserem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ich merkte zudem an, man möge sich bitte mal Gedanken über die Anzahl der Kinder machen. Das sorgte für nachdenkliche Gesichter. Auch wenn ich die hiesige Sprache Gourmanché nicht verstehe, bin ich mir sicher, dass César das auch so übersetzt hat. Dieses Thema besprechen wir sehr oft, auch wenn wir keine Patentlösung dafür/dagegen haben. Für mich ist das eins der großen Probleme, weil das ständige Anwachsen der Bevölkerung die ganze Entwicklung verwässert. Ein Beispiel: Es gehen heute prozentual weniger Kinder zur Schule, obwohl es absolut viel mehr sind. Mit der Ausbildung ist es genauso. Der Minister erklärte uns, warum es so schwer sei, die gesetzten Ziele zu erreichen. Zurzeit wächst die Bevölkerung in Burkina Faso jährlich um 3 %. Das bedeutet, dass sich die Bevölkerung in ca. 25 Jahren verdoppeln wird. Und das in fast allen Ländern Afrikas.

Die Vertreter der Eltern und des Dorfes versicherten uns, dass sie alle nur erdenkliche Hilfe leisten würden und wir überreichet einen symbolischen Scheck über 3,2 Millionen CFA, das sind ungefähr 5000 €. Damit soll das Gebäude gebaut werden.
Im Anschluss bekamen wir zum Dank noch etliche Hähnchen und Hühner.
Auf dem Rückweg wurde eins an einer Grillstelle direkt zum Mittagessen verarbeitet. Pech gehabt.
Anschließend führte uns der Weg noch nach Kouri, dem Heimatort von Daniel und dem Arbeitsplatz von Angéline.
Angéline hat dort eine Wohnung vom Krankenhaus. Nach und nach trudeln dann fast alle ihre Kollegen bei ihr ein, um mich zu begrüßen. Im Anschluss besichtigen wir das Krankenhaus. Die verschiedenen Abteilungen sind in z.T. weit entfernten Gebäuden untergebracht. Man erklärte, da sei, um eventuelle Infektionen von den anderen Abteilungen fern zu halten. Es gibt eine Geburtsstation, was ja schon mal ein echter Fortschritt ist. Hier werden im Monat ca. 60 Kinder geboren. Wisst ihr, dass die kleinen Kinder bei der Geburt noch nicht dunkelhäutig sind? Sie werden mit hellerer Hautfarbe geboren und die Farbe entwickelt sich erst nach der Geburt, bald sind sie dann auch „schwarz“.
Man darf keine europäischen Maßstäbe anlegen, sonst wäre man entsetzt. Es ist jedenfalls besser, als in einer Lehmhütte ohne Strom und Licht das Kind zu bekommen. Es gibt Ärzte, welche die Frauen schon während der Schwangerschaft untersuchen und betreuen. Es freut mich, dass es hier ein Büro zur Familienplanung gibt. Ob es genutzt wird, weiß ich nicht. Da es keinen Strom im Krankenhaus gibt, Licht kommt von kleinen Solaranlagen, gibt es auch fast keine Geräte. Das einzige technische Gerät ist ein gasbetriebener Kühlschrank, der zur Kühlung von Impfstoffen dient.
Neben der Kinderstation gibt es auch eine allgemeine Abteilung für alle anderen Fälle. Die Patienten müssen, wenn sie im Krankenhaus bleiben, selber kochen. Dazu gibt es Kochstellen. Die Lebensmittel müssen mitgebracht werden.
Ein HOCH auf unser Gesundheitssystem! Denkt mal daran, wenn ihr euch wieder über Kleinigkeiten ärgert oder aufregt. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.
Am Abend waren wir noch bei den Pfarrern Abbe Jakob und Celestine zum Abendessen eingeladen. Nur Abbe Jakob war da. Abbe Celestine hatte noch Termine in der großen Gemeinde und blieb über Nacht in einem der Dörfer. Der Koch hatte wieder gut gekocht und bei den Priestern kann sogar ich etwas essen.

Donnerstag 24.01.2019
Heute stand das Treffen mit den Patenkindern und ihren Eltern an. Die meisten haben ihr Schulgeld schon bekommen, andere bekommen es erst heute, da einige Pateneltern es sehr spät überwiesen hatten. Auch in diesem Kreis musste ich über die Zukunft der Patenschaften in Bezug auf die Kommunikation, die mangelnde Transparenz, das Alter mancher Kinder und die teilweise sehr schlechten Leistungen in der Schule sprechen. Es kann aus meiner Sicht nicht sein, dass die Kinder immer weiter zur Schule gehen, nur weil jemand Schulgeld bezahlt. Auch unser Patenkind hat mehrere Jahre gebraucht, um das 10. Schuljahr und die Prüfung zum Gymnasium zu bestehen. Er wird im Februar 22 Jahre alt und geht in die 11. Klasse am Gymnasium. Er ist in den letzten 4 Jahren ein staatlicher junger Mann geworden. In diesem Jahr fahren wir seine Familie nicht besuchen, da dieser Ort zu weit abseits der großen Straßen gelegen ist. Schon am Morgen hat er zusammen mit seinem Vater einen stattlichen Hahn als Geschenk vorbeigebracht und mich auf Deutsch begrüßt und sich nach Martina, Nils und Annika erkundigt. Ich erinnere mich noch, dass ich ihm vor 4 Jahren ein Foto der ganzen Familie mitgebracht habe und er es jedem gezeigt hat mit dem Hinweis auf die Namen.
Insgesamt waren 48 der 80 Patenkinder anwesend, viele mit ihren Vätern oder Müttern. Ich bin sehr gespannt, ob die Worte gehört und vor allem verstanden wurden. Von den anwesenden Patenkindern werde ich Bilder und den aktuellen Status in der Schule mitbringen. Zu mehr hat die Kommunikation nicht gereicht. Mit Matthias hat es aber geklappt, wir haben das jetzt schon mehrfach gemacht und wissen, wie wir uns verständigen.

Am Nachmittag kam dann die Nachricht, dass es eine neue Regierung gebe und zu unserer Freude ist der Minister für Bildung unverändert der Minister, mit dem wir Anfang letzter Woche gesprochen haben. Erstaunt hat mich, dass sich ein solch armes Land über 30 Minister gönnt. Wenn man genauer hinschaut, gibt es aber Ressorts, an die niemand in Deutschland überhaupt denkt. Minister für Wasser, Minister für Alphabetisierung. Es gibt auch eine Ministerin nur für Frauen. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns nicht auf einen neuen Minister einstellen müssen und warten ab, wie es weitergeht. Natürlich warten wir nicht wirklich, sondern zum Ende werden die Termine immer mehr und die Tage immer länger.

Gute Nacht
Uli

22.01.2019 Kindergarten und Schule

Nachdem am Wochenende die Regierung zurückgetreten ist, hat der Präsident am Montag einen neuen Premierminister ernannt: Christoph Josef Dabiré. Er ist ein erfahrener Politiker, was meiner Meinung nach in der jetzigen unruhigen Zeit gut ist. Langfristig braucht das Land jedoch mehr Erneuerung, da auch Diabiré schon unter Blaise Compaoré, dem nach 27 Jahren im Oktober 2014 vertriebenen Präsidenten, Minister war.
Meine Befürchtung, dass nun die Gespräche mit dem Minister nicht mehr viel wert sind, ist zumindest nach Daniels Aussage unbegründet. Er meint, dass Herr Ouaro Minister bleiben wird, da er einen guten Job macht. Ich hoffe, dass es so kommt. Wir haben auch am Montag an den Papieren fürs Ministerium gearbeitet. Da die Cuo Fi eine anerkannte gemeinnützige Organisation ist, muss sie dies regelmäßig nachweisen. Daher muss jetzt eben auch das noch erledigt werden.
Dienstag waren wir dann zu ein paar Besuchen in Piéla unterwegs.

Im Kindergarten Piéla, der durch uns errichtet und dann an die Gemeinde Piéla übergeben wurde, konnte ich endlich mit meinen Luftballons punkten. Wir hatten zudem einen symbolischen Scheck über 1 Million CFA dabei. Das Geld stammt vom Kindergarten in Iversheim, dessen Kinder jedes Jahr am Nikolaustag in Iversheim für den Kindergarten in Piéla sammeln gehen. Im letzten Jahr waren das fast 1400 €! Im Gespräch haben wir die Leitung des Kindergartens gebeten, das Geld in sichtbare Projekte zu investieren, die wir beim nächsten Besuch sehen können. Wir möchten den Spendern und dem Kindergarten in Iversheim zeigen können, was aus ihrem großen Engagement geworden ist.
Die gleiche Nachricht gab es auch in der Grundschule „Piéla A“. Die ehemalige Partnerschule in Deutschland hat ihre Unterstützung leider eingestellt, wir haben jedoch mit dem Erich- Klausener Gymnasium aus Adenau eine weitere Schule gewinnen können, die uns nun seit einigen Jahren unterstützt. So können wir auch in Piéla A, eine der ältesten Schulen in Piéla, weiter helfen.
Zwischen den beiden Besuchen waren wir noch beim Polizeipräsidenten, den wir schon vorher einmal „inoffiziell“ im Bistro getroffen hatten. Er versicherte mir, dass wir in Piéla sicher seien und begrüßte unsere Pläne, nicht in die abgelegenen Dörfer zu fahren. Für den nächsten Besuch versprach er, dass wieder alles gut werde. Wir alle hoffen es!!
Da wir in diesem Jahr keine Patenkinder besuchen werden, sollen diese alle nach Piéla kommen. Weil wir dieses Treffen für Donnerstag geplant haben, müssen heute noch einige Anrufe getätigt werden.
Übrigens: Ich glaube, der Winter kommt. Nachts kühlt es jetzt bis auf 18 Grad ab und morgens ist es echt „kalt“, die Kinder ziehen Jacken an und auch mir ist es kühl. Tagsüber taut es dann aber wieder auf, bis 35 Grad. Ich bin mal gespannt, wie groß der Unterschied sein wird, wenn ich in Brüssel lande. Ich hoffe schon jetzt, dass bis dahin die größte Kälte in Europa vorbei ist.

20.01.2019 Wochenende in Piéla

20.01.2019

Am Samstag gab es ein Treffen mit den Mitgliedern einer Fußballmannschaft, die sich dafür bedanken wollte, dass wir sie mit Trikots und Bällen unterstützt haben.  Das Ganze fand im Bistro statt. Anschließend nutzten wir die Zeit, um in der Herberge noch ein paar Restarbeiten zu erledigen. Wir schraubten einige Holzlatten an die Betten, an denen die Moskitonetze befestigt werden. Ebenfalls befestigten wir noch einige Gardinenstangen. Mit den beschränkten technischen Mitteln ist das manchmal gar so einfach. Wie immer an den Wochenenden kommen viele Besucher, so dass der Tag schnell um ist. Am frühen Abend gehen wir in die Messe. Samstags wird diese in französischer Sprache gehalten. Deshalb sind fast nur jüngere Menschen in der Kirche. Da ich beide Sprachen nicht verstehe, war es egal, jedoch fand ich die traditionelle Messe feierlicher.
Vor der Messe besuchten wir noch Veronique. Sie war 2002 bei einem Besuch in Deutschland dabei und schon sehr lange im Komitee der Cuo-Fi. Leider ist sie vor 2 Jahren erkrankt, kann nicht mehr laufen und ist sehr abgemagert. Woran sie leidet, kann mir niemand sagen, ärztliche Behandlungen waren aber bisher nur bedingt erfolgreich. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern, ihrer Tochter und Enkelin und wird gut versorgt. Ihr Mann ist schon vor vielen Jahren gestorben.
Nach der Messe besuchte uns noch Césars Chef. Wir aßen zusammen und tranken anschließend noch ein Bier. Angéine hatte aus Mais Toe gemacht, dazu Soßen und Salate. Den Toe habe ich probiert. Auf die Soßen und Salat habe ich lieber verzichtet.
Sonntag hatte Tony Fieber und so ist Angéline mit ihm nach Kouri zum Krankenhaus gefahren. Ich bin nicht sicher, ob sie auch sonst hätte arbeiten müssen, aber so war sie den ganzen Tag arbeiten und blieb auch über Nacht mit Tony in Kouri. Sie hat dort im Krankenhaus ein Zimmer/ Wohnung. Die Kinder gingen zur Messe und César und ich haben ganz unchristlich in der Herberge weitergemacht mit Gardinenstangen befestigen usw. Gegen 16:00 haben wir uns das Grundstück für das Ausbildungszentrum angeschaut. Ganz schön groß, ca.6 Hektar. Danach sind wir zu den Mädchen in unserem Mädchenwohnheim gefahren, und hatten wieder schöne Momente. César und ich haben kurz erklärt, was uns wichtig ist und, dass die Mädchen diese Chance, die sie hier bekommen, bitte nutzen sollen. Das Beispiel von Ina hat sie beindruckt. Anschließend hatten die Mädchen die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Genau wie beim letzten Besuch fragte ein Mädchen nach der Größe meiner Familie und alle waren sehr überrascht, dass ich nur 2 Kinder habe. Als César dann Bilder zeigte, waren die Mädchen nicht mehr zu halten. Es stellte sich heraus, dass es auch eine Annika unter ihnen gibt und Nils wollten mindestens die Hälfte der 39 Mädchen heiraten?. Ich wurde auch zu einer Einschätzung zum Schulsystem in Burkina Faso gebeten, welches mir zwar nicht mehr ganz fremd ist, aber auch noch nicht so vertraut. Ich habe den Mädchen mitgegeben, dass es nicht nur am System liegt, sondern das Wichtigste sei, was jeder Einzelne aus seinen Fähigkeiten macht.
Die Mädchen waren wirklich locker, was nicht immer der Fall ist, aber viele kennen mich auch schon und so wussten sie, dass man mich alles Fragen darf. Zum Abschied begleiteten sie uns zum Auto und sehr viele versuchten mich kurz zu berühren, wie es sonst nur die kleinen Kinder machen, die nicht glauben können, dass man so blasse Haut hat.
Das war auch schon das Wochenende.
Gute Nacht und bis bald.
Uli

Montagmorgen haben wir erfahren, dass die gesamte Regierung hier in Burkina Faso zurückgetreten ist. Ich hoffe nur, dass dies keine Auswirkung auf die Zusagen hat, die wir letzte Woche vom Minister bekommen haben. Wir müssen abwarten was passiert.

Torima

Grundstück

18.01.2019 Arbeiten fürs Ausbildungszentrum

18.01.2019

Gestern Abend musste Angeline noch lange arbeiten und sie wollte so spät nicht mehr mit Tony auf dem Roller nach Hause fahren. Es sind zwar nur 12 km, aber auf den Straßen ist auch das zu gefährlich. César war schon zu müde (auch vom Bier) und so bat er den Fahrer des Bürgermeisters, Angéline und Tony in Kouri abzuholen. Kafe, so heißt der der junge Mann, kommt kurze Zeit später, um mit Cesars Auto die beiden abzuholen. César hat ihm früher den Führerschein bezahlt, wie so vielen anderen auch. Momentan zahlt er für Josef (Jesopie), der ihm bei allen möglichen Dingen hilft.
César hatte am frühen Abend einen riesigen Fisch aufgetaut und zum Grillen vorbereitet. Dieser wurde irgendwo im Dorf gegrillt und dann wieder zurückgebracht. Nachdem Angéline und Tony und auch Kafe zurück waren, hat die ganze Familie den Fisch verspeist und die Reste vom dem, was von meinem Essen übrig war. (Pomme frites, Alloco, und Gemüse). Die Esskultur ist schon etwas Besonderes. Man isst mit den Fingern, die man sich natürlich vorher gewaschen hat, direkt von der Platte auf dem Tisch bzw. die Kinder bekommen was auf einen Teller und setzen sich irgendwo auf den Boden und essen gemeinsam dann von diesem. Auch das Hausmädchen, Jesopie, Hund und Katze bekommen etwas von dem lecker riechenden Essen ab, so dass alle satt werden. Ich verzichte, da mir meine Gesundheit wichtiger ist. Die Verarbeitung von Lebensmittel ist schon sehr speziell und ich fürchte, dass ich das nicht vertragen würde. Hier gibt es zu jedem Essen sehr scharfe Gewürze, die den gleichen Zweck erfüllen wie die Medizin (Eifelgeist und Pastis), die wir nach dem Essen immer trinken. Danach sitzen wir noch bei einem Bier zusammen.
Freitagmorgen muss Angéline nach Bogandé zu einem Treffen im lokalen Ministerium für Gesundheit. César muss auch arbeiten, so dass ich mir die Dokumente anschaue, um das Bildungssystem besser zu verstehen. Nach Mittag ziehen wir uns wieder in die Herberge zurück, um an den Ausarbeitungen für das Ministerium weiterzuarbeiten. Dort kommt nicht alle 5 Minuten jemand, der uns ablenkt, so dass wir weiterkommen. Wir entscheiden, dass wir die Berufe Elektriker mit Solartechnik und Maurer ausbilden werden. Für unsere Zielgruppe, Kinder nach der 6. Klasse, erscheint uns das die beste Wahl, auf die später in Spezialisierungen ggf. noch aufgebaut werden kann. Die Ausbildung ist quasi der Ersatz der mittleren Bildungsebene, die sonst in der Schule in den Klassen 7-10 durchgeführt wird. Sie dauert ebenfalls 4 Jahre.
Wir kommen ganz gut voran und trotzdem sitzen wir bis 20:00 Uhr an dem Kosten- und Ausführungsplan. Danach schnell nach Hause und etwas kochen. Angéline hat angerufen, dass sie heute in Bogande bleibt, da so viel im Krankenhaus zu tun ist und sie morgen auch noch dort arbeiten muss. Das ist Flexibilität. Das wars für heute. Es wird jeden Tag wärmer und das schafft einen, ohne dass man sich groß anstrengt oder in der Sonne ist. Abends, wenn ich ins Bett gehe, sind es meistens 31 Grad im Zimmer, das kühlt erst gegen 5 Uhr auf angenehme 25 Grad ab, aber ab 6:00 Uhr wird es dann auch schon bald wieder wärmer. Tagsüber sind es 37 Grad
Gute Nacht
Uli

17.01.2019 Das Leben in Piéla

17.01.2109

Der Dienstag war noch schlimmer als erwartet. Wir sind um 8:00 Uhr vom Hotel losgefahren, haben noch ein paar Sachen abgeholt, die César am Vortag bei einem guten Bekannten oder wie man hier sagt bei einem „kleinen Bruder“ geordert hatte. Danach noch Frühstücken und um 10:00 Uhr auf die Piste nach Piéla.
Da die Klimaanlage immer noch nicht funktionierte, haben wir unterwegs drei Versuche unternommen, diese reparieren zu lassen. Beim dritten Mal dann mit Erfolg. Das zeigt, dass es ohne Ausbildung schwer ist, qualifizierte Arbeit abzuliefern. Jedoch ist es schon beeindruckend, wie man sich zu helfen weiß.
Letztendlich waren wir um 17:30, erneut kurz vor Sonnenuntergang, in Piéla. Beide total k.o. Nach einem schnellen und einfachen Essen sind wir beide um kurz vor 21:00 Uhr ins Bett.
Am Mittwoch ging es dann schon wieder besser. Während Cesar am Vormittag ein „bisschen arbeiten“ war, habe ich mir die Dokumente, die wir im Ministerium bekommen haben, schon mal angeschaut und übersetzen lassen (dank Internet). Am Nachmittag haben wir uns in den Konferenzraum von Césars Herberge zurückgezogen und die ersten Dokumente für die Vereinbarung mit dem Ministerium vorbereitet. Abends geht dann das große Kochen los. César kocht mit mir Nudeln, während Angéline für sich und die Kinder Reis kocht, der auch für den nächsten Tag in der Schule noch Verwendung findet. Dazu gibt es irgend etwas Fleisch und Soße. Die Essgewohnheiten hier sind schon sehr gewöhnungsbedürftig und ich würde das alleine aufgrund des lockeren Umgangs mit der Hygiene nicht vertragen oder ich müsste mit Unmengen starken Alkohols nacharbeiten. So reicht ein kurzer Schnaps, der jedoch mehr aus „Tradition“.
Donnerstagmorgen sind anscheinend alle etwas spät dran. César muss schon vor 8:00 Uhr ins Büro, seinem Chef irgendetwas bringen. Die Kinder sind auch spät dran, sollen aber etwas frühstücken. Also gibt es Milchpulver in heißem Wasser aufgelöst und Zucker drin. Dazu weißes Brot. Das muss reichen, bis es mittags den Reis von gestern Abend mit Toe gibt. Toe ist ein klebriger Hirsebrei, der nicht wirklich nach viel schmeckt.
Mittags führt uns unser Weg noch nach Bogande, dort ist das Postamt und gestern wurde angerufen, dass ein Paket angekommen sei. Hier gibt es keine Briefträger, da die allerwenigsten Menschen hier überhaupt Post bekommen. Die wenigen, die Post empfangen, mieten sich ein Postfach am Postamt, das ist dann auch die Adresse. Straßennamen oder eine Adresse gibt es auch nicht.
Nach dem Besuch bei der  Post fahren wir noch zum Haut Commissaire, er ist der Verwaltungschef der Provinz Gnagna. Mit ihm besprechen wir die Pläne zum Ausbildungszentrum und auch die Sicherheitslage. Diese ist in einigen Gegenden nicht gut, in Piéla sind wir sicher. Wir werden jedoch nicht weit fahren, und wenn, dann nur auf der Hauptstraße. Am Abend ist es dann auch immer sehr schön, weil einige Kinder regelmäßig zum Spielen kommen. Sie haben so viel Spaß mit ein paar Kartons und können stundenlang mit diesen spielen. Die nächsten Tage werden wir uns hauptsächlich um die Themen rund um das Ausbildungszentrum kümmern. Das hat absolute Priorität, auch wenn es noch viele andere Themen gibt, die ich auf meiner Agenda habe, geht das Ausbildungszentrum vor.
Falls ihr Fragen habt, so nutzt doch einfach die Kommentarfunktion, ich werde sie gerne beantworten.
Die besten Grüße, auch von César und Angeline
Uli

14.01.2019 Termin beim Minister

14.01.2019

Um es kurz zu machen, heute war ein sehr erfolgreicher Tag.!!
Der ganze Tag stand im Zeichen des Besuches beim Minister für Bildung. Nach unserer Absprache gestern Abend mit Daniel, haben wir heute Morgen die Details noch etwas ausgearbeitet. Obwohl wir erst um 12:00 Uhr einen Termin hatten, haben wir uns für 11:00 Uhr verabredet und waren um 11:30 Uhr schon anmeldet im Wartezimmer. Auch das gibt es und zeigt, wie wichtig alle den Termin genommen haben. Alle, das waren neben César und Daniel noch Ina Diallo, die junge Unternehmerin, die wir letzte Woche schon besucht haben und die anscheinend sehr gute Kontakte in die höchsten Kreise hat. Ebenfalls dabei war Frau Ouartara (bei ihr waren wir letzte Woche schon einmal) und ein weiterer Mitarbeiter im Ministerium, der aus Piéla kommt, Herr Nadinga.
Der Minister hat uns mit etwas Verspätung empfangen, sich dann aber auch eine Stunde Zeit für unser Anliegen genommen.
Wir haben uns gut präsentiert und der Minister hat unser Anliegen verstanden und begrüßt. Auch wenn ein Ausbildungszentrum in Piéla nicht in den konkreten Plänen der Regierung für die nächsten 2 Jahre liegt, unterstützt er unsere Wünsche, indem er die Unterstützung mit Lehrern und Material für die Ausbildung zusagt. Genau das, was wir wollten. Und um das zu unterstreichen, macht er auch gleich einen Folgetermin mit einer anderen Abteilung des Ministeriums, wo wie nach einer kurzen Pause über die schriftliche Vereinbarung zum Besprochenen reden können. Vom Direktor dieser Abteilung bekommen wir auch gute Unterstützung und haben jetzt eine Mustervereinbarung, die wir in den nächsten Tagen auf unser Modell anpassen können und wahrscheinlich noch vor meiner Abreise durch den Minister unterschrieben bekommen. Das hilft uns sehr weiter.
Danach ist Feierabend. Wir sind ziemlich kaputt, aber sehr froh.
Es war hilfreich, dass Ina dabei war: Als César erwähnte, dass sie auch aus unserem Mädchenwohnheim kommt, haben sowohl der Minister als auch der Direktor aufgehorcht. Sie ist eine sehr nette und hilfsbereite junge Frau, die zudem noch sehr erfolgreich ist. Man munkelt, sie benötige keinen Termin, um mit dem Präsidenten zu sprechen.

Das war es für heute. Gute Nacht. Morgen steht die Rückfahrt nach Piéla an. Ich freue mich aufs „nach Hause kommen“, aber dazwischen liegen leider 5 Stunden Fahrt.
Uli

13.01.2019 Auf nach Ouaga

13.01.2019

Am Sonntag ging es pünktlich zur Messe. Diese ist neben dem Schulunterricht das Einzige, was pünktlich beginnt. Danach wollten wir eigentlich zügig in Richtung Ouaga aufbrechen. Da aber Sonntag ist, geht es zu wie im Taubenschlag. Ich denke, das ist zum Teil, um mich zu begrüßen, ist sonst aber auch nicht viel weniger. Eine der Frauen, die im Mädchenwohnheim arbeitet, kommt mit ihrem kleinen Kind. Der kleine Junge war aber gar nicht zu beruhigen, als er mich erblickte. Als ich ihm einen Luftballon geben wollte, war es etwas besser, aber er blieb auf Distanz. Um 12:00 Uhr fahren wie dann los. Nach 5 Stunden über die Piste erreichen wir Ouagadougou. Wir sind ziemlich „plat“t, weil neben dem Gerumpel auch noch die Klimaanlage nicht richtig funktionierte. Ich konnte gar nicht so viel Wasser reinschütten, wie als Schweiß wieder rauskam.
Nach einer Dusche, die am Abend selten erfrischend ist, weil das Wasser dann durch Sonnenenergie warm ist, ging es zum Essen und anschließend noch zu einem vorbereitenden Gespräch mit Daniel. Keiner von uns hat Erfahrung in Gesprächen mit Ministern, daher ist es nicht einfach abzuschätzen, wie das Gespräch ablaufen wird. Nachdem wir unsere Flüssigkeitsspeicher auch wieder aufgefüllt haben, geht es zur Herberge und ins Bett. Morgen wartet ein spannender Tag auf uns, der sehr wichtig für die Zukunft sein kann.

12.01.2019 neue Pläne

12.01.2019

Wie schnell sich Pläne ändern können!

Nach einem ruhigen Morgen und etwas Arbeit in der Herberge erreichte uns ein Anruf von Daniel. Wir können am Montagmittag den zuständigen Minister für Ausbildung sprechen. Daher werden wir Morgen, am Sonntagmorgen nach der Messe, erneut nach Ouagadougou fahren. Ich freue mich schon auf das „Gerumpel“.

Spaß beiseite, wir haben unsere Bereitschaft erklärt, dass wir  jederzeit den Termin wahrnehmen können und so ist es jetzt an uns, den nächsten großen Schritt gut vorzubereiten und zu machen.

Beim Minister müssen wir unsere Vorstellungen klar zum Ausdruck bringen und auch Ideen formulieren, wobei wir die Unterstützung des Ministers benötigen.

Genau das ist der Grund, warum ich trotz der Situation hier in Burkina Faso diese Reise mache. Direkt vor Ort geht alles viel einfacher. Wir müssen das Projekt in Schwung bringen, damit es einige Zeit ohne neues Anschieben weiterläuft. Für die anderen Termine wird sich auch noch Zeit finden und wenn es sein muss, werden wir halt 3 oder 4 Schulen an einem Tag besuchen.

Ich werde meinen Rechner nicht mit nach Ouaga nehmen, sondern mit kleinem Gepäck reisen. Daher kann ich noch nicht versprechen, wann es ein weiteres Update gibt.

Bis dahin alles Gute und holt euch keinen Schnupfen.  Hier sind es Tagsüber 32 Grad.

Uli

11.01.2019 wieder in Piéla

11.01.2019

Ich sehr froh, wieder in Piéla zu sein. Und es ist das erste Mal, dass wir hier als große Familie leben. Mit Angeline und den 3 kleinen Kindern. Auch wenn wir nicht viel miteinander sprechen können, da ich leider weder Französisch noch „Gourmanche“ (hiesiger Dialekt)  spreche, ist es gut zu sehen, wie sich die Kinder, die ich nun ja auch schon 4 Jahr kenne, sich entwickeln.

Heute haben wir keine offiziellen Termine, wir schauen uns die nun fertige Herberge von Cesar an, die er in den letzten Jahren errichtet hat. Sie hat 12 Zimmer, ist für unsere Ansprüche sehr einfach, für die hiesigen jedoch schon komfortabel, da zum Teil mit Klimaanlage. Diese Herberge soll die Familie später versorgen. Während wir dort sind, kommen schon einige Leute vorbei, um mich zu begrüßen. Später im Bistro geht das weiter und am späten Nachmittag kommt der Vorstand der Partnergruppe CuoFi, um mich zu begrüßen. Wir reden offen über die Sicherheitslagen und doch sind alle sehr froh, dass ich hier bin. Wir sind uns alle einig, dass wir nicht, wie in den letzten Jahren in die entlegenen Dörfer fahren, auch wenn gerade dort die ärmsten der Armen leben. Der Fokus liegt hier in Piéla mit dem Ausbildungszentrum. Wenn nötig,  werden wir die jeweiligen Gesprächspartner nach Piéla bitten.

Einen ersten großen Schritt haben wir in Ouagadougou schon mal gemacht. Gemeinsam mit dem Ministerium und dem Bürgermeister haben wir uns darauf verständigt, dass die Kommune Piéla das Ausbildungszentrum betreiben soll. Die Lehrer wird der Staat der Gemeinde zur Verfügung stellen. Jetzt gilt es, das Konzept, die Bauphase und die Zukunft des Zentrums anhand von vorhanden Statistiken und Bedarfsberechnungen auszuarbeiten. Mit Daniel sind wir uns einig, dass die Art der Zusammenarbeit zwischen dem Staat, der Gemeinde Piéla und der Partnerschaft Piéla – Bad Münstereifel und der CuoFi als unser lokaler Vertreter, in einem Vertrag festgehalten werden muss. Daniel ist ein sehr realistischer und vorausschauender Mensch, der genau weiß, dass sich Dinge und Personen ändern können und ein Vertrag dann sehr hilfreich sein kann.

Für nächste Woche haben wir Besuche in den Partnerschulen terminiert, bis dahin werden César und ich viel über die Themen reden, die uns beschäftigen. Das Ausbildungszentrum ist ein wichtiges Projekt, wobei die „alten“ Projekte wie Mädchenwohnheim, Schulpartnerschaften, Aufklärungsarbeit und auch unsere Patenschaften nicht zu kurz kommen dürfen. Die Patenschaften sind so etwas das Sorgenkind dieser Projekte, da schon viele der Kinder älter sind und die Kommunikation nicht gut läuft, zumindest aus der Sicht der deutschen Pateneltern.

 

Das war es für heute. Gute Nacht oder Bonne nuit