Bericht von Frau Lea Holland zum Besuch in der Partnergemeinde Piéla, vom 04.Nov. – 17. Dez. 2010

  1. November

Den zweiten Tag bin ich nun schon hier und ganz langsam realisiere ich, dass ich in Burkina Faso bin.

Vorgestern am Flughafen war ich so durcheinander, dass ich wenn Cesar, der Vorsitzende der Partnergruppe Cuo Fi, nicht danach gefragt hätte, sogar meine Koffer vergessen hätte.

Gestern waren wir dann kurz bei unserem Botschafter und habe mich angemeldet. Anschließend sind wir zum Großeinkauf für meinen Aufenthalt gestartet. Werner hat mir nämlich eindringlich gesagt, dass ich mich selber bekochen muß und keine Speisen von Anderen essen sollte, denn die könnten Viren enthalten.

Um 19.30 Uhr sind wir dann in Piéla angekommen. Die Fahrt verlief problemlos und ich durfte bei afrik. Musik die Landschaft bestaunen. Nur gut, dass ich vorne sitzen konnte, denn sonst wäre ich ganz schön eingestaubt worden. Als wir ankamen habe ich mein Zimmer bezogen und anschließend mit vielen Gästen zusammen gesessen.

Heute morgen ging es mir schon besser. Da ich alleine hierher gereist bin, muß ich mich erst einmal an alles gewöhnen und dies fällt mir noch schwer. Doch alle sind sehr nett zu mir, vor allem Cesar kümmert sich besonders um mich.

  1. November

Nachdem wir gestern Abend noch eine Vorstandsitzung mit der Partnergruppe hatten, die wegen der Planungen für die nächsten Wochen sehr lange dauerte, bin ich anschließend wie ein Stein ins Bett gefallen.

Heute morgen musste Cesar mich sogar wecken, da ich den Wecker überhört habe. Dies muß wohl an der afrik. Luft liegen.

Um 8.00 Uhr sind wir dann zur Sonntagsmesse gegangen und dies war fürmich sehr aufregend. Mit Musik und Tanz sowie Chorgesang sorgten viele Gruppierungen für eine stimmungsvolle und für mich einzigartige Atmosphäre. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Koffer auspacken und Lebensmittel verstauen. Auch die mitgebrachten Medikamente mussten besonders gelagert werden.

Am Abend sind wir dann zur Krankenstation gefahren, denn Mama Josephine ist seit gestern dort mit Verdacht auf Malaria stationär aufgenommen worden. Wir haben die notwendigen Medikamente, welche ich Gott sei Dank dabei hatte, mitgenommen. Ich hoffe dass es ihr bald besser geht.

Heute Abend wird es wieder spät, denn die Tochter von Cesar hat Geburtstag und es gibt eine große Fete.

  1. November

Die Nacht war nicht so schön, denn ich hatte gehörige Magenkrämpfe und ich musste direkt an Werners mahnende Worte denken, nichts von den zubereiteten Speisen zu essen und wenn es noch so gut riecht und super schmeckt.

Jetzt geht es schon wieder etwas besser und wir starten zum Besuch von unserem Kindergarten und haben dort ein Termin für Morgen gemacht. Ich freue mich schon jetzt auf die 60 Kinder die dort aufgenommen sind. Die starke Mittagshitze, es sind 40°, haben wir ruhend an uns vorziehen lassen. Und gegen 16.00 Uhr habe ich dann ein ersten Besuch im Mädchenwohnheim gestartet. Die Mädels waren sehr nett und freuten sich über meinen Besuch. Auf meinem Heimweg wurde ich von den Mädchen mit afrik. Gesängen begleitet, es wurde viel gelacht und in diesen Momenten beneide ich die Menschen hier. Sie sind alle so freundlich und offen trotz ihrer Armut.

Diese Zufriedenheit bemerkt man bei uns in Deutschland viel zu wenig, schade!

Den Abend lassen wir in Ruhe ausklingen. Ich hoffe dass mein Magen sich auch ruhig verhält, denn ich habe eine Menge Aufgaben zu erledigen. Bei mittlerweile 30° kann man draußen sitzen und den Sternenhimmel bewundern. Natürlich sitzen viele Besucher bei mir, denn hier ist man nicht allein.

  1. November

Gestern war ich im Kindergarten und alle Kinder kamen mir froh entgegen, man merkt das es ihnen hier gut gefällt. Ein Vergleich mit unseren Kindergärten kann man nicht ziehen aber die Stimmung hier ist nicht zu toppen. Es wird so laut gesungen und getanzt, dass man schon von weitem hört dass diese Kinder glücklich sind. Ich finde man müsste diese Freude nach Deutschland übertragen können, eine schlechte Idee ist das nicht. Morgen machen wir mit den Kindern einen Ausflug zum Markt, da freue ich mich jetzt schon sehr. Am Nachmittag bin ich mit Cesar nach Bogande zur Bank gefahren. Die Landschaft mit den vielen BAOBAB ist wunderschön und ich genieße diese Eindrücke. Danach besichtigen wir noch einige Trinkwasserbrunnen, die letztes Jahr gebohrt wurden. Besonders die Menschen in den Dörfern sind sehr herzlich und freundlich. Als Geschenk für unseren Besuch in einem der Dörfer gab es zwei Hähne. Was mich tief berührt ist, das diese Menschen trotz ihrer Armut noch etwas abgeben.

12.November

Gleich machen wir uns auf den Weg um 2 weitere Brunnen zu überprüfen. Eigentlich sollten heute morgen auch noch 3 Kinder kommen die einen Verband brauchen. Gestern haben wir dies nicht mehr geschafft. Cesar vermutet das sie Angst haben, denn die Wunden von den Kindern sind oft sehr schlimm. Gestern war ich mit dem Kindergarten auf dem Markt. Es war super und ich konnte viele Bilder für das Freundschaftsbuch machen. Der Kindergarten möchte mir nämlich für den Kindergarten Iversheim ein Buch mit vielen Zeichnungen und Bildern mitgeben. Es ist immer noch sehr heiß in Piéla, aber bald soll es merklich abkühlen. Dies ist für mich kaum vorstellbar.

  1. November

Wochenende! Heute haben wir uns drei weitere Brunnen angeschaut und zwei Dörfer besucht die einen Antrag auf eine Brunnenbohrung gestellt haben. Wir waren lange unterwegs und irgendwie kann ich mich noch nicht an die Hitze gewöhnen. Heute Abend sitzen wir zusammen und essen einige von den vielen Hähnchen, die ich in den letzten Tagen geschenkt bekommen habe. Den morgigen Sonntag lassen wir ruhig angehen, denn hier haben wir frei. Dafür das ich die ersten Tage Eingewöhnungsprobleme hatte und auch eine Portion Heimweh dabei war, muß ich nun sagen das es mir viel besser geht. Alle sind so nett zu mir und ich habe den größten Resekt vor diesen Menschen, denn sie sind immer gut drauf und helfen sich egenseitig. Ich finde das so bewundernswert und ich muß sagen, dass ich schon ein wenig neidisch bin.

  1. November

Oh was bin ich müde. Die letzten Tage waren sehr anstrengend, fingen früh an und endeten sehr spät. Meistens kamen wir mittags gegen 14.00 Uhr nach Hause. Hier warteten dann schon die ersten Kinder mit eitrigen Wunden die dringend versorgt werden mussten. Es werden immer mehr Kinder die versorgt werden müssen und wir arbeiten dann mit der Taschenlampe. Ich wundere mich über die Tapferkeit der Kinder, denn die Wunden sind oft riesig aber die Kinder strahlen vor Dankbarkeit dass ihnen geholfen wird

Burkina Faso ist toll und ich liebe diese einzigartige große Gemeinschaft. Abends sitzen wir bei einer Cola oder einem Bier zusammen, reden und lachen und sammeln so wieder Kraft für die nächsten Tage. Zwei Wochen bin ich jetzt schon hier und die Zeit ist viel zu schnell vorbei gegangen.

  1. November

Gestern und vorgestern waren wir in zwei Grundschulen von Piéla und ich habe mir die Klassenzimmer angesehen und beim Unterricht mitgemacht. Die Lehrer waren sehr froh über meinen Besuch, vor allem auch deswegen weil unsere Partnergruppe Gartengeräte mitgebracht haben. Heute Vormittag habe ich ein wenig Zeit und bin noch mal zum Kindergarten gegangen. Die Kinder sind spitze und die Erzieherinnen gestalten den Unterricht super. Mich zieht es immer  wieder zu den Kindern und diese danken es mir mit ganz besonderer Zuneigung. Ich glaube das ich die alle mit nach Deutschland bringe.

23.November

Immer noch ist es sehr heiß, aber man gewöhnt sich schon ei wenig daran. Wir haben die letzten Tage viele Brunnen besichtigt und die Fahrten durch den Busch zu den abgelegenen Dörfer waren sehr holperig, aber zur Entschädigung kann man sich an jedem Brunnen wieder frisch machen. Bis jetzt waren bis auf zwei Brunnen alle anderen sehr gepflegt. Ich muß sagen das sich die Bewohner der Dörfer wirklich verantwortungsbewusst um die Brunnen kümmern. Ich muß werner dringend anrufen, denn ich habe keine Wundsalbe mehr und hier in Burkina bekomme ich nur Lotion. Jetzt gönne ich mir aber ein Bier und genieße den atemberaubenden Sternehimmel. Dann wird es aber Zeit ins Bett zu gehen, denn die Tage fangen sehr früh an und man muß für die gestellten Aufgaben fit sein.

  1. November

Werner hat mir versprochen die Salben so schnell wie möglich zu besorgen und dann mit TNT auf schnellstem Weg nach Ouagadougou zu schicken, denn es werden immer mehr Kinder die versorgt werden müssen. Die ersten sind jetzt schon morgens um 6.00 Uhr vor der Tür. Diejenigen die wir zeitlich nicht schaffen, vertrösten wir auf nachmittags.

Heute Mittag habe ich am Gymnasium in Piéla meinen ersten Deutschunterricht gegeben. Die Schüler haben mich sehr freundlich empfangen und haben ganz toll mitgemacht. Nach Schulabschluss wollte ich gar nicht mehr weg. Am liebsten würde ich direkt morgen als Deutschlehrerin dort anfangen. Alle waren  total aufgeschlossen, lernbegeistert und motiviert und ich hoffe, dass ich noch mal hin kann.

  1. Dezember                

Ich komme einfach kaum zum Schreiben, man müsste 24 Stunden durchweg arbeiten können.

Vorgestern haben wir die Kinder in Piéla  besucht, Fotos gemacht und die Kinder vermessen. Gestern Morgen sind Cesar und ich um 5.00 Uhr nach Ouaga gefahren und haben das kleine Paket von Werner mit den Salben bei unserem Botschafter abgeholt. Die Kinder in Piéla werden glücklich sein, dass ihre Wunden wieder behandelt werden können. Jetzt geht es direkt wieder zurück nach Piéla, dann sind wir gegen 22.00 Uhr wieder da. Es ist schon eine Strapaze aber es lohnt sich wenn man die dankbaren Blicke der Kinder sieht. Heute morgen konnten wir die Salben und Desinfektionsmittel direkt einsetzen. Es sind so viele und ich frage mich, was machen die Kinder wenn ich wieder in Deutschland bin. Die Familien hier in der Gemeinde können sich solche Behandlungen nicht leisten und greifen meines Erachtens auf Infektionsfördernde Methoden. Hier muss die Partnerschaft unbedingt weiter helfen. Sowieso werde ich traurig wenn ich daran denke, dass ich nur noch 18 Tage hier bin. Burkina Faso ist ein so tolles Land und ich habe so viele nette Menschen kennen lernen dürfen. Es wird sehr schwer, dass alles nicht mehr zu erleben.

  1. Dezember

Irgendetwas habe ich mir eingefangen, denn ich habe schreckliche Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, mein Kopf tut weh und meinem Bauch geht es auch nicht gut. Werner hat mir tel. eine Rosskur verordnet. Er hat wohlweislich für alle Vorfälle vorgesorgt. Trotzdem sind wir heute noch in ein weit entferntes Dorf gefahren und haben Brunnen und Latrinen besichtigt. Cesar war sehr böse denn an einer Latrine wurden zwei Türen gestohlen und man hat es nicht rechtzeitig gemeldet. Als wir nach Hause kamen warteten wieder jede Menge Kinder auf uns und so waren Nicola und ich für den Rest des Tages ausgebucht. Noch ein wenig Ruhe und dann ab ins Bett, Werner hat mir strenge Diät verordnet und die will ich erst mal einhalten, denn es geht mir schon ein wenig besser.

Trotz der vielen Arbeit genieße ich jede Sekunde die ich hier verbringen darf. Es ist sehr schön hier.

07.Dezember

Endlich hat sich eine Besserung durchgesetzt, und jetzt bin ich wieder voller Tatendrang. Vorgestern habe ich auf dem Markt in Piéla zwei Ziegen  für Cesar und seine Frau Angeline gekauft, sie sind ein Zeichen meiner Dankbarkeit für die familiäre Behandlung während meines Aufenthalts. Vor der Behandlung der Kinder sind Cesar, Matthias und ich nach Bilanga zum Bürgermeister gefahren und haben die Ergebnisse der Millenniumsentwicklungsziele abgeholt. Es wird höchste Zeit das ich alle Befragungen der Departement bekomme den ich bin nicht mehr lange hier.

08.Dezember

Den Vormittag haben wir etwas langsamer angehen lassen und sind dann zu den Grundschulen Piéla „A“ und „E“ gefahren. Hier haben wir nachgefragt ob die Partnerschaftsbücher für unsere Schulen in Bad Münstereifel auch fertig werden. Heute waren bestimmt 60 Kinder zur Behandlung gekommen, die wissen dass ich bald zurück muss und dann geht es nicht mehr weiter. Morgen früh fahren wir schon um 7.00 Uhr nach Bogande um den Bürgermeister zu treffen und die Befragung der Millenniumsentwicklungsziele abzuholen. Jetzt werde ich aber den Sternenhimmel noch bewundern, der richtig unecht erscheint weil es so viele Sterne gibt. Jeden Abend sehe ich Sternschnuppen, für mich ist das immer ein besonderes Erlebnis.

  1. Dezember

Bogande war anstrengend. Früh ging es los und um 8.00 Uhr war dann das Treffen. Dieser Termin war gut vorbereitet denn es waren auch die Bürgermeister der anderen Departement anwesend. Meinem Bauch geht es schon wieder schlecht, da habe ich gestern doch nur ein wenig von dem leckeren Fisch gegessen. Ja, ja man sollte sich doch besser an die Abmachungen halten.

  1. Dezember

Oh weia mir geht es gar nicht gut, ich fühle mich richtig schlapp und das am Wochenende wo die kleine Mariette von Cesar getauft wird. Gleich fahren wir alle nach Fada und Morgen ist die Taufe. Ich bin gespannt wie diese Feier hier in Burkina Faso gestaltet wird.

11.Dezember

Leider geht es mir immer noch nicht gut aber hier in Fada bei Cesars Familie fühle ich mich richtig wohl. Die Taufe gestern war Klasse. Während der Messe haben die Frauen getanzt und gesungen. Dies war für mich ein besonderes Erlebnis.

12.Dezember

Heute geht’s zurück nach Piéla  und ich bin zum Markt gegangen und habe für meine Freunde Schmuck und Tücher eingekauft. Es geht mir jetzt auch wieder etwas besser. Ich bin dann zum Kindergarten gegangen um das Buch für Iversheim abzuholen. 60 Kinder kamen mir jubelnd entgegen und mit soviel Freude hatte ich gar nicht gerechnet. Das war ein unvergesslicher Empfang für mich. Mittags sind wir dann nach Gori gefahren um die dort lebenden Patenkinder zutreffen. Nach fünfeinhalb Wochen Aufenthalt in Piéla habe ich mich noch immer nicht gewöhnt. Vor allem in den Dörfern sind die Bewohner besonders dankbar. Um 20.00 Uhr sind Cesar und ich vom Vorstand der Patenkindereltern eingeladen. Sie haben sich bei Cuo Fi und der Partnerschaft in Deutschland für die Zusammenarbeit bedankt und sind sehr froh, dass den Kindern und ihren Familien so gut geholfen wird.

Noch 6 Tage bleiben mir hier in Piéla, natürlich freue ich mich auf meine Familie, mein Freund und Freunde an die ich immer denke. Ich weiß aber auch dass ein großer Teil von mir hier in Piéla bleibt und das mir die Menschen stark fehlen werden. Hier gibt es sehr viele Probleme und alle müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen, aber trotz allem sind die Menschen sehr friedlich, es schweißt die Menschen noch enger zusammen. Es gibt so viele Dinge, die ich vermissen werde aber ich komme wieder und darauf freue ich mich jetzt schon.

  1. Dezember

Heute haben wir uns aufgeteilt. Cesar ist nach Fada gefahren und ich besuche mit Matthias die restlichen Patenkinder in Piéla. Dann werden wieder wie jeden Tag die Kinder verbunden. Nikola, Kafé, Marie, Angel und ich haben am Abend Musik gehört uns ein Biergegönnt und traurig an meine Abreise gedacht. In den letzten Wochen sind wir eine richtige Gemeinschaft geworden. Wir verstehen uns super. Morgen fahren wir nach Tobou. Hier benötigen wir Polizeischutz, denn es treiben sich Banditen in der Gegend herum. Ich habe schon ein wenig Bammel, aber es wird schon gut gehen.

15.Dezember

Wie besprochen besuchen wir Tobou in Begleitung von zwei schwer bewaffneten Polizisten. Die Fahrt war aber ruhig und wir konnten einige Latrinen und Brunnen besichtigen. Hier wohnen auch einige Patenkinder die wir ebenfalls besucht haben. Ich hatte mich entschieden auf der Rückreise auf der Pritsche zu sitzen, denn bald ist alles vorbei.

  1. Dezember

Heute war sehr viel zu tun. Während Cesar zur Bank nach Bogande war, haben Matthias und ich das Patentreffen vorbereitet, denn alle Patenkinder bekommen heute ihr Weihnachtspäckchen. Alle Mitglieder der Cuo Fi waren anwesend und jeder hatte eine besondere Aufgabe. Cesar hat dann an alle Kinder das Überwiesene Geld für Schule und Familie übergeben. Alle mussten den Erhalt des Geldes mit der Unterschrift oder Daumenabdruck quittieren. Danach haben wir wieder die Kinder versorgt und vielen konnte ich sagen, dass keine weitere Behandlung nötig wäre. Wir haben es geschafft, dass viele Wunden ausgeheilt werden konnten. Die Kinder die neu dazugekommen sind wird Nikola weiter behandeln. Ich mache mir große Gedanken über die weitere Behandlung und es ist einfach unfair, dass hier für viele Menschen kein Besuch in der Krankenstation möglich ist.

Morgen Abend steigt extra eine Abschlussfeier für mich. Auf der einen Seite freue ich mich und anders möchte ich mich verkriechen und nehme die kleine Mariette und Angel mit.

18.Dezember

Es ist schon spät und Morgen um diese Zeit werde ich in den Flieger steigen. Ich bin sehr traurig und die schönen Momente bei diesen Freunden erschweren mir den Abschied. Gestern zur Abschlussfeier kamen 120 Gäste. Es war ein toller Abend. Jetzt sitze ich hier über meinem Bericht und schaue den tanzenden Kindernzu. Ich freue mich, dass ich hier sein durfte, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde eine andere Kultur zu erfahren. Ich weiß, dass mir die positive Lebenseinstellung, die Herzlichkeit und einzigartige Lebensfreude zu Hause fehlen werden. Es gab keinen Moment, in dem ich mich nicht willkommen fühlte und ich danke jedem Einzelnen , dass er mir den Aufenthalt so unvergesslich gemacht hat.

19.Dezember

Wir haben gleich 23.30 Uhr, ich sitze im Flieger und warte darauf Burkina Faso zu verlassen. Heute Mittag war der Abschied schon schlimm. Angelin, die kleine Mariette, Matthias, Jean Didie, Celine und Veronique haben Cesar und mich zum Flughafen begleitet. Diese fast sieben Wochen waren die bisher schönsten und beeindruckenden  Erfahrungen in meinem Leben. An dieser Stelle möchte ich Werner als erster danken ,der mir diese Reise zugetraut hat und mich auch über die ganze Zeit telefonisch begleitet hat. Ich danke auch meinem Freund, der diese Reise befürwortet hat, und jetzt in Deutschland auf mich wartet.

All die Eindrücke der letzten Wochen kann mir keiner nehmen und sind für mich sehr wertvoll aber auch lehrreich und ich werde sie behüten wie einen Schatz.

Danke Piéla!               

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