25.01.2019 Endspurt ins Wochenende

Freitagmorgen: Cesar muss noch mal zur Arbeit, so kann ich schon mal die Fotos und Daten der Patenkinder sortieren. Es waren leider nur 47 Patenkinder beim Treffen. Das ist natürlich auch darin begründet, dass es zum Teil sehr weite Strecken vom Wohn-/ Aufenthaltsort der Kinder bis nach Piéla sind. Vielleicht kommt das ein oder andere Kind noch bei uns vorbei oder wir treffen es irgendwo bei unseren Aktivitäten. Wir hatten uns für heute einige Besuche vorgenommen. So ging es vor Mittag noch in die beiden Schulinspektionen von Piéla, in einer davon arbeitet César. Wir erklärten den Leitern der Inspektionen sehr detailliert, was wir so machen und wie wir die Schulen unterstützen. Besonders bei Césars Inspektion fand ich das schon etwas befremdlich, da wir seinen Chef vorher schon 2 Mal getroffen haben. Trotzdem wurden wir uns so vorgestellt, als würden wir uns das erste Mal überhaupt sehen. Na ja, das ist halt Kultur J, meins ist das nicht. Dagegen ist britischer Smalltalk noch echt sinnvoll. Ich kenne es und wundere mich nicht mehr so sehr wie bei den ersten Besuchen. Danach ging es noch in eine Schule, die wir aus den Mitteln der Partnerschule bei einem noch zu definierenden Kleinprojekt unterstützen werden. Eigentlich wollten wir gegen 15:00 Uhr weitermachen, ein Anruf des Bürgermeisters änderte jedoch diesen Plan: Er sei in Piéla und warte in Bistro auf uns. Somit gab es über Mittag ein „Arbeitstreffen“ mit 1,3 Litern Bier. Wir konnten uns nur kurz mit Daniel abstimmen, da ein Bürgermeister immer sehr gefragt ist, wenn er in einem Bistro sitzt. Um 15:00 fuhr er wieder nach Ouagadougou, wo wir uns nächste Woche auf jeden Fall noch einmal sehen, um den Vertrag mit dem Ministerium hoffentlich fertig zu machen. Wir fuhren direkt nach dem Treffen zum Präfekten von Piéla, dem Verwaltungschef der Gemeinde. Der Bürgermeister arbeitet ehrenamtlich. Anschließend noch in die neue Partnerschule, die Grundschule École Catholique.
Hier wurde die Möglichkeit einer Partnerschaft mit einer Schule in Deutschland positiv aufgenommen. Natürlich. Wir wurden durch alle 6 Klassen geführt, von denen jede zwischen 65 und 85 Schüler hat. In der 2. Klasse trafen wir auf Arthur, den Sohn von César. Wendy geht mit ihren 9 Jahren schon in die 5. Klasse. Sie ist ein sehr intelligentes Mädchen und wird bestimmt ihren Weg machen.
Um 18:00 Uhr, pünktlich zum Sonnenuntergang, ging unser Tag dann auch, was die Termine angeht, zu Ende. Zu Hause müssen 2 Hähnchen ihren Weg in die Küche antreten. Danach und fürs Wochenende stehen erst einmal keine Termine an. Da am Wochenende wieder die große Pilgermesse in Fada’N Gourma ist, werden viele Menschen dort sein und wir etwas Ruhe haben. Wir haben uns bewusst gegen den Besuch entschieden, da wir solch große Menschenmengen aus Sicherheitsgründen meiden möchten, und ich mir zudem vor 4 Jahren einen solchen Sonnenbrand geholt habe, dass Wendy, wenn sie über mich gesprochen hat, nicht mehr von dem Weißen, sondern von dem Roten sprach.
Ich werde am Wochenende keinen Beitrag schreiben und mich etwas erholen, bzw. versuchen, mit Cesar viele alltägliche Dinge zu besprechen. Falls es dazu etwas Spannendes geben sollte, werde ich euch daran teilhaben lassen.
Ich wünsche euch allen ein ruhiges und entspanntes Wochenende.
Morgen beginnt schon die letzte Woche, die Zeit ist geflogen.
Gruß
Uli

Sonnenutergang

École Catholique

Klasse 2 mit Arthur

Begrüßung

Daniel

Piéla E

Büro Cesar

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