02.02.2019 AUF WIEDERSEHEN

02.02.2019

Heute ist der letzte Tag meiner Reise, zumindest in Burkina Faso. Nach Hause komme ich erst morgen. Nach dem Frühstück haben wir in einem Internetcafé noch ein paar Sachen ausdrucken lassen. Anschließend sind wir in einen Biergarten gefahren, wo Jugendliche direkt davor Autos „spülen“: Originalton César. Zu dem schönen Garten bestellten wir noch ein paar Patenkinder. Auch Césars älteste Tochter Carine geht hier zu Schule. Deshalb lebt sie bei einem Onkel von César. Sie ist damit nicht glücklich, César möchte sie jedoch noch nicht alleine wohnen lassen. Kann ich verstehen, jedoch habe ich ihm gesagt, dass er irgendwann loslassen muss und darauf vertrauen, dass sie mit ihren 21 Jahren vernünftig genug dafür ist. Carine macht hier so etwas wie das Fachabitur bei uns und es klappt ganz gut, sagt auch ihr Oberlehrer (Schulleiter), der nämlich auch zu uns stößt. Früher hat es mit Carine in der Schule nicht so gut geklappt, sehr zum Ärger von César, der ja von Beruf Lehrer ist.

Auch Daniel kam zum Biergarten, er war am Morgen auch nicht untätig. Er hat unseren Entwurf zur Vereinbarung etwas überarbeitet und vier Mal gebunden. Nachdem wir gesagt haben, dass die Anpassungen ok sind, wurde die Vereinbarung von uns dreien unterschrieben. Somit ist dieser Teil in trockenen Tüchern. César wird am Montag erneut beim Ministerium vorstellig werden, um auch diese Vereinbarung voran zu bringen. Ich hoffe, die lassen jetzt nicht locker, wenn ich weg bin. Auch Ina kam zum Treffen, das jetzt schon mehrere Tische in Beschlag nahm. Ich mag sie echt sehr, sie hat für die hiesigen Verhältnisse ein riesiges Haus und ist demnach sehr erfolgreich. Sie hat Zugang zu den höchsten Kreisen, inklusive des Präsidenten von Burkina Faso 🇧🇫, und ist doch so bodenständig geblieben. Sie hatte für Daniel anscheinend ein paar Geschenke besorgt, und direkt selbst auch noch welche mitgebracht. Meine Vermutung, mit fast leeren Koffern zurück zu kommen, wurde so zunichte gemacht. Allerdings habe ich beim Gepäck 30 Kilo abgenommen, ich selbst wahrscheinlich nicht.

Nach unserer sehr langen „Treffung“ im Garten sind wir in die Herberge gefahren, haben noch mal die letzten Versionen unser Dokumente ausgetauscht, ich habe noch mal geduscht und gegen 19:00 Uhr sind wir zum Flughafen. Brüssel Airlines hat wieder viel Chaos im Flugbetrieb. Flug annulliert, verschoben… mal sehen, wohin die mich heute Nacht noch bringen.

Am Flughafen habe ich die Koffer abgegeben und bin dann noch mal mit den Freunden auf ein letztes Bier rausgegangen. Neben César, Matthias, Jean- Didier und Celine, sind noch Daniel und  der Bürgermeister aus Koalla und ein Freund, der bei GIZ arbeitet, gekommen. Ina ist kurzfristig verhindert. Dass ein einzelner jemanden zum Flughafen fährt, ist hier undenkbar. Vor dem Abflug Terminal sind immer größere Gruppen, um Passagiere zu verabschieden. Begleiter dürfen seit den Anschlägen vor 3 Jahren nicht mehr mit ins Terminal.

Jetzt bin ich im Wartebereich vorm Abflug und schreibe euch den letzten Bericht aus Burkina Faso 🇧🇫. In den nächsten Tagen werde ich noch weitere Fotos hochladen und darüber berichten, wie es mit der Vereinbarung ausgeht. Arbeit gibt es jetzt auch zu Hause wieder genug. Allerdings werde ich bestimmt ein paar Tage zur Akklimatisierung brauchen. Hier sind es jetzt um kurz vor halb 12 noch 30 Grad. So, jetzt muss ich ins Flugzeug. Bis bald 🇧🇫🇧🇫

Uli

 

4 Kommentare

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    • Martina on Februar 3, 2019 at 5:00 pm
    • Antworten

    Ich habe ihn wieder wohlbehalten zurück ❤️

    1. Danke Schatz ❤

    • Paul on Februar 4, 2019 at 7:49 am
    • Antworten

    Hallo Martina,
    Gott sei Dank.
    Gruß Paul

    1. Genau Paul,
      Gott sei Dank.
      So viele Dinge liegen nicht in unserer Hand.
      Mann muss darauf vertauen.
      Lieben Dank

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